akademische_trainerin_bildungsmanagerin

<<< back

Anstelle eines Vorworts

Sie möchten keine lange Einleitung lesen, sondern rasch wissen, worum es in diesem Buch geht? Sie erfahren die Bedeutung von emotionaler Kompetenz für Ihren persönlichen, beruflichen und privaten Erfolg.

Sie erhalten Antworten auf folgende Fragen:
-Was genau ist emotionale Kompetenz?
-Wie kann emotionale Kompetenz Ihren persönlichen, beruflichen und privaten Erfolg fördern?
-Welche Möglichkeiten und Methoden gibt es, damit Sie emotionale Kompetenz an sich selbst
.fördern und entwickeln?

Gedanken, die mich zum Schreiben dieses Buches veranlasst haben.

„Was nützt es uns, zum Mond zu fliegen, wenn wir die Kluft, die uns von uns selbst trennt, nicht überwinden können. Das ist die wichtigste aller Entdeckungsreisen, und ohne sie sind alle übrigen nutzlos.“ Antoine de Saint-Exupery, französischer Schriftsteller und Pilot (1900–1944)

In den letzten Jahren hat sich ein starker Trend bemerkbar gemacht: Der Trend nach „neuen Schlüsselqualifikationen“ (wie z. B. Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Motivationsfähigkeit), welche sehr häufig unter dem Überbegriff der sozialen Kompetenz oder der emotionalen Kompetenz genannt werden.

Studien und Berichten zufolge wird es zunehmend im beruflichen – und auch privaten – Bereich immer mehr von vorrangiger Bedeutung sein, einen entsprechenden Anteil an emotionalen Quotienten – sprich emotionale Kompetenz mitzubringen. Die Psychotherapie spricht davon, dass durch den Mangel an Selbstwahrnehmung und die Überlastung von Außenreizen dem Menschen droht, sich selbst zu entfremden und so wird die Innenwelt mit all ihren Emotionen und Bedürfnissen vernachlässigt. Zukunftsforscher sprechen davon, dass künftig Werte wie Empathie und Emotionen gefragter denn je sein werden. Psychologen erkennen, dass der Schlüssel zu allen sozialen Kompetenzen ein Vorhandensein an emotionaler Kompetenz ist. Gleichzeitig legen die Aus- und Weiterbildungsideale unserer westlichen Gesellschaft großes Augenmerk auf Intelligenz, Logik und rationales Denken. Zensuren, Pisatest, Examen und Mindeststudiendauer stehen im Mittelpunkt von Bildungsdebatten. Wo bleibt nun die Sensibilisierung und Förderung der emotionalen Kompetenz unserer Gesellschaft, welche von allen Seiten gefordert wird? In unserem Schulsystem findet sie wenig Platz, ebenso wie die ernsthafte Förderung der emotionalen Kompetenz auch in der Erwachsenenbildung – vor allem für den beruflichen Kontext – derzeit noch einen sehr geringen Stellenwert einnimmt. In den wenigsten Curricula von Studien oder Masterlehrgängen ist sie zu finden, ebenso wie sie nicht auf dem Stundenplan von Ausbildungen für Führungskräfte steht.
Ein weiterer Faktor, der mich diesem Thema und der Motivation dieses Buch zu schreiben, näher geführt hat, ist meine langjährige Tätigkeit in der Erwachsenpädagogik, Personalentwicklung, Beratung und im Coaching.

Immer wieder musste ich erkennen, dass ich den TeilnehmerInnen zwar die Werkzeuge für eine gute Kommunikation oder die Lösung für deren Konflikte liefern kann, doch meist mangelt es an fehlenden Kompetenzen, welche viel tiefer liegen:
Kommunikationsmissverständnisse oder Konflikte in Teams können häufig nicht gelöst werden, weil den handelnden Personen das nötige Maß an Empathie – sprich Einfühlungsvermögen – fehlt, um die Sicht des anderen zu verstehen oder zumindest verstehen zu wollen.
Ganz stark beeinflusst und inspiriert hat mich auch der sozialpädagogische Bereich. Bei Klausuren, zu welchen ich als Trainerin immer wieder angefragt werde, wird häufig darauf eingegangen, wie man die Sensibilisierung auf das Gegenüber stärkt. Doch meine Beobachtung zeigt mir, dass gerade der sozialpädagogische Bereich doch verstärkt eine Wachsamkeit gegenüber den eigenen Emotionen und Gefühlen braucht. Speziell (aber nicht nur) in diesem Berufsfeld ist die Burn-out-Rate steigend, da die handelnden Menschen in Aufopferung für andere häufig vergessen, auf sich selbst zu achten. Die Wachsamkeit für die eigene Befindlichkeit kommt dabei zu kurz. Ebenso bekam ich in der Vergangenheit immer wieder den Eindruck, dass Konflikte aus einem Mangel an Fähigkeit zur Pflege von sozialen Interaktionen entstehen, oder Burn-out-Krankheiten aus Mangel an Wachsamkeit für die eigenen Emotionen, sowie auch mangels Erkenntnis der eigenen Belastungsgrenzen und der Unfähigkeit, regulierend und motivierend auf sich selbst einzuwirken.

Und genau diese vier Bereiche umfasst emotionale Kompetenz:
- Wachsamkeit für sich und seine eigenen Emotionen zu haben,
- Wachsamkeit auf die Emotionen des Gegenübers richten,
- Wachsamkeit auf die gemeinsame Beziehung und Interaktion,
- Fähigkeit seine eigenen Emotionen zu regulieren und motivierend auf sich selbst einzuwirken

Emotionen zu erkennen und den richtigen Umgang damit zu wahren, ist eine nicht zu unterschätzende Fähigkeit jedes einzelnen Menschen.
So spielt emotionale Kompetenz auf dem Weg zur persönlichen Weiterentwicklung eine sehr große Rolle, wenn nicht sogar die bedeutendste – wie schon Antoine de Saint-Exupery einleitend so trefflich formulierte. Zum Thema emotionale Kompetenz gibt es viele wertvolle Fachbücher. In diesen habe ich aber Ansätze dazu, wie die eigene emotionale Kompetenz gesteigert werden kann, vermisst. Mit diesem Buch will ich auch Handlungsanleitungen und Empfehlungen geben, die dabei unterstützen können, die eigene emotionale Kompetenz zu fördern.

Diese Handlungsanleitungen habe ich aus meinen Erfahrungen im Coaching, Training und in der Erwachsenenpädagogik heraus entwickelt. Eines ist klar, sie können nur Vorschläge sein. Wie und in welcher Intensität Sie diese als Leserin und Leser dieses Buches anwenden, liegt ganz bei Ihnen. Außerdem ist die Anwendung auch abhängig von Ihren eigenen Erfahrungen und den Schwerpunkten, die Sie setzen wollen, um Ihre Quelle zum Erfolg zu erschließen.

Wenn Sie Fragen, Anregungen, Gedanken haben, die Sie mir mitteilen möchten, freue ich mich darauf:
E-Mail-Adresse: info@training-steinbauer.at

<<< Kontaktmail

<<< back